Ein Sieg, eine Niederlage , so lautet die Bilanz des Doppelspieltages vom Wochenende. Am Freitag schaffte der TC Ravensburg im letzten Heimspiel gegen Reutlingen den Klassenerhalt. Mit der Niederlage am Sonntag in Großhesselose steht der TCR nun auf Platz zwei, hinter Nürnberg und vor Großhesselohe, die beide ebenfalls erst ein Spiel verloren haben. Am kommenden Sonntag steht in Landshut das letzte Spiel auf dem Programm.
2. Tennis-Bundesliga: TC Ravensburg – TV Reutlingen 5:4. – Gut 800 Zuschauer bildeten einen würdigen Rahmen beim letzten Heimspiel der Saison. Die namentliche Vorstellung aller Spieler ließ ein Hauch Besonderheit auf der Anlage St. Christina aufkommen.
Es war wohl der Tag der Linkshänder. Zunächst fielen Frank Wintermantel und Pirmin Hänle auf Ravensburger Seite diesen zum Opfer. „Ich habe aber auch ganz schlecht gespielt“, wollte Wintermantel seine Niederlage nicht schön reden. Lediglich Martin Fischer, in einem reinen Rechtshänderduell, punktete in der ersten Einzelrunde für den TCR. „Das wird heute wieder heiß“, ahnten viele Zuschauer, und meinten nicht nur die Temperaturen um die 30 Grad. Zwischen einem 1:5 und 4:2 war mit Beginn der zweiten Einzelrunde alles möglich. Andreas Beck und Marc-André Strätling lagen nach dem ersten Satz zurück, nur Philipp Oswald führte. Er ließ nichts mehr anbrennen, Beck setzte sich mit sehr viel Mühe gegen die italienische „Gummiwand“ Simone Vagnozzi durch. Strätling aber musste sich dem starken Spiel des dritten Reutlinger Linkshänders beugen. 3:3, wieder einmal lagen Sieg oder Niederlage in den Händen der Doppel. Also, Heimvorteil nutzen, und auf die hinteren, publikumswirksamen Plätze umsiedeln. Die Zuschauer, ganz dicht an den Akteuren dran, hatten schon vor einer Woche den TCR zum Sieg über Weiden gepeitscht. Diese Unterstützung, gepaart mit der Ravensburger Doppelstärke, ließ auch am Freitagabend keine Zweifel am Sieger aufkommen. Frank Wintermantel und Jakob Sude spielten wie entfesselt, fegten ihre Gegner förmlich vom Platz. Ähnlich schnell legten Beck und Fischer nach. Da spielte es keine Rolle mehr, dass die Partie Oswald/Hänle an das rein italienische Gästeduo ging. – Beck – Vagnozzi 5:7/6:3/6:4, Fischer – Faurel 6:4/7:6, Oswald – Klier 6:3/7:6, Wintermantel – Stöhr 2:6/4:6, Strätling – Azzaro 4:6/6:7, Hänle – Fitz 5:7/6:4/2:6, Beck/Fischer – Faurel/Stöhr 6:2/6:2, Oswald/Hänle – Vagnozzi/Azzaro 4:6/4:6, Wintermantel/Sude – Klier/Fitz 6:1/6:4.
TC Großhesselohe – TC Ravensburg 7:2. – Im siebten Spiel hat es nun auch den TC Ravensburg erwischt. „Was sonst für uns gelaufen ist, ging heute mal daneben“, empfindet Ailinger diese Niederlage keinesfalls als Beinbruch, auch wenn Frank Wintermantel wegen starker Handschmerzen im Doppel aufgeben musste. „Wir sind trotzdem gut drauf“, versichert der Sportwart, und ergänzt wohl gelaunt: „Wir sind das Team der Saison.“ – Brands – Fischer 7:5, 4:6, 7:6, Sieber – Oswald 6:4, 4:6, 4:6, Gojowczyk – Wintermantel 6:7, 6:2, 6:2, Zimmermann – Strätling 6:3, 7:6, Settergren – Hänle 6:4, 6:3, Schiessling – Sude 6:4, 6:3, Sieber/Gojowczyk – Wintermantel/Sude 2:1 (Aufgabe RV), Zimmermann/Regnat – Oswald/Wetzel 6:4/6:4, Settergren/Schulz – Hänle/Elshof 4:6/4:6.
|